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Prof. Fridtjof Nüsslin (*1939)

Professur

Professor for Medical physics at Eberhard-Karls-Universität Tübingen (1987-2004)

Alma Mater

Eberhard-Karls-Universität Tübingen (1966)

TUM Distinguished Affiliated Professor (2008) of the department Medicine

Research Areas

Fridtjof Nüsslin ist einer der führenden Medizinphysiker auf dem Gebiet der Strahlentherapie. In den rund 40 Jahren seines bisherigen Wirkens entwickelte und revolutionierte er zahlreiche Anwendungen der Medizinischen Physik nachhaltig, u.a. die intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT). Der Brückenbauer zwischen Physik, Biologie und Medizin wirkt maßgeblich an hochrangigen Projekten der Klinik für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie des TUM Klinikums rechts der Isar mit. Wichtige wissenschaftliche Anliegen sind ihm die Integration moderner Bildgebungsverfahren in den Strahlentherapieprozess sowie die Entwicklung laserbasierter Technologien zur medizinischen Bildgebung und Erzeugung von Teilchenstrahlung für die Strahlentherapie. Er engagiert sich sowohl als Forschungskoordinator bei der erfolgreichen Einwerbung von Drittmitteln und im DFG-Exzellenzcluster „Munich Centre of Advanced Photonics (MAP)“ als auch als Visiting Professor am TUM-Institute for Advanced Studies. Zudem macht er sich als Gastprofessor für Biomedizinische Physik um die Förderung zahlreicher TUM-Nachwuchswissenschaftler verdient. Auf ihn geht die Nachwuchsakademie Medizintechnik (NAMT) als neues Förderprogramm der DFG für Nachwuchswissenschaftler zurück. 

Academic Career

Fridtjof Nüsslin studierte an den Universitäten Tübingen und Heidelberg Physik und promovierte 1968 in Physik und Physiologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Er arbeitete als wissenschaftlicher Assistent am Max Planck Institut für Kernphysik bis zu seinem Wechsel 1972 an die Medizinische Hochschule Hannover. 1982 ging er als Leitender Medizinphysiker an das Nord-West-Krankenhaus in Frankfurt am Main. Von 1987 bis 2004 war er als Ordinarius für Medizinische Physik der Medizinischen Fakultät an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen tätig. Nach seiner Emeritierung 2004 nahm er eine Gastprofessur für Biomedizinische Physik in der Klinik für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie am TUM-Klinikum rechts der Isar an. Er war in zahlreichen Gremien von nationalen und internationalen Wissenschaftsorganisationen und Fachgesellschaften tätig. Seit 2009 ist er Präsident des Weltverbandes der Medizinphysiker, der International Organization for Medical Physics (IOMP).