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Prof. Rudolph A. Marcus (*1923)

Professur

Arthur Amos Noyes Professor of Chemistry, California Institute of Technology, USA (seit 1978)

Alma Mater

McGill University, CA (1943)

Nobelpreis für Chemie 1992

TUM Distinguished Affiliated Professor (2009) der Fakultät Chemie

Wissenschaftliches Wirken

Rudolph A. Marcus erhielt 1992 den Nobelpreis für Chemie für seine Beiträge zur Theorie der Elektronenüberführung in chemischen Systemen, deren theoretische Grundlagen bereits auf die 1960er Jahre zurückgehen und erst in den 1980er Jahre experimentell belegt werden konnten. Die enge Kooperationen in Forschung und Lehre des Nobelpreisträgers mit der Biophysikalischen/ Theoretischen Chemie der Technischen Universität München gehen auf seinen Forschungsaufenthalt als Preisträger der Alexander von Humboldt-Stiftung in den Siebzigerjahren zurück. Starken wissenschaftlichen Einfluss nahm er auf den Erfolg der biophysikalischen DFG-Sonderforschungsbereiche zur Photosynthese unter Sprecherschaft der TUM (Prof. Michel-Beyerle), aus denen im Jahre 1988 drei Nobelpreise hervorgingen (Johann Deisenhofer, Robert Huber, Hartmut Michel).

Werdegang

Rudolph A. Marcus studierte Chemie mit Abschluss B.Sc. (1943) und Ph.D. (1946) an der McGill Universität, Canada, gefolgt von Tätigkeiten als Postdoctoral Researcher am National Research Council of Canada (1946-49) und der University of North Carolina (1949-51). Bevor er 1978 den Ruf als Arthur Amos Noyes Professor of Chemistry am California Institute of Technology, USA, annahm, war er am Polytechnic Institute of Brooklyn (1951-64) und der University of Illinois (1964-78) tätig. Er erhielt neben dem Nobelpreis zahlreiche Ehrentitel und Auszeichnungen, darunter die National Medal of Science (1989), den Irving Langmuir sowie den Peter Debye Preis der American Chemical Society (1978, 1988) und die Robinson and the Centenary Medal der Faraday Division of the Royal Society of Chemistry (1982, 1988).