Wissenschaftliche Laufbahn und Forschungsgebiete

Sebastian Pfotenhauer ist Carl-von-Linde-Professor für Innovationsforschung und ehem. Gründungsleiter des Departments Science, Technology and Society (STS) an der Technischen Universität München (TUM). Als STS- und Innovationsforscher zählt er zu den führenden Stimmen in Deutschland zu Fragen von Innovation, Gerechtigkeit und Gemeinwohl, zur Governance neuer Technologien sowie zu verantwortungsvollen und ko-kreativen Innovationspraktiken. Er ist zudem Experte für den Aufbau großer nationaler und internationaler Forschungskonsortien, die sozial- und ingenieurwissenschaftliche Expertise vereinen und innovative Beteiligungsformate für inklusive Technologiegestaltung entwickeln. Für solche Initiativen hat er bislang mehr als 100 Millionen Euro an Fördermitteln eingeworben.

Sebastian ist Sprecher des DFG-Exzellenzclusters TransforM(Munich Center for Transformative Technologies and Societal Change) mit Fokus auf sozialwissenschaftlicher Forschung zu neuen Technologien, sowie des BMFTR-Zukunftsclusters MCube (Munich Cluster for the Future of Mobility in Metropolitan Regions), Deutschlands führender Initiative für nachhaltige Mobilitätsinnovationen. Von 2018 bis 2022 koordinierte er das europäische Horizon2020-Projekt SCALINGS (Scaling up co-creation: Avenues and Limits for Integrating Society in Science and Innovation) zur Untersuchung neuer Formate gesellschaftlicher Beteiligung in der Robotik, autonomem Fahren und urbane Energiesysteme. Aktuell ist er akademischer Leiter des TUM-Masterstudiengangs Responsibility in Science, Engineering and Technology (RESET) sowie Vorsitzender des VDI-Beirats Technik im Dialog. Vor seinem Wechsel an die TUM war Sebastian Fellow im Harvard Program on Science, Technology and Society sowie Research Scientist und Lecturer im MIT Technology & Policy Program. Seine Arbeiten sind unter anderem in Nature, Science Robotics, Social Studies of Science, Research Policy und Science, Technology & Human Values erschienen. Sebastian erhielt seinen S.M. in Technology & Policy vom MIT und seinen Doktor in Physik von der Universität Jena, gefolgt von Postdoc-Training in STS und Innovation Policy in Harvard University und am MIT. In seiner Freizeit ist Sebastian Mitgründer der queer-feministischen Buchhandlung glitch in München, besucht gerne Museumsausstellungen oder spielt Violine bei der Stüba Philharmonie.

Wichtigste Auszeichnungen

  • Leading Technology Policy Fellowship (MIT), MIT Technology & Policy Program (2010-2013)
  • Dissertation Summa Cum Laude (2009)
  • MIT Education Excellence Award for graduation with 5.0 GPA (2010)
  • ERP Fellowship, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie/Studienstiftung des deutschen Volkes (2008-2010)
  • Stipendium, Evangelisches Studienwerk Villigst (2000-2005)

Pfotenhauer SM, Laurent B, Papageorgiou K, Stilgoe J: "Can it scale? Coming to terms with the politics of scaling". Social Studies of Science. 2021.

Abstract

Pfotenhauer S, Frahm N, Winickoff D, Benrimoh D, Illes J, Marchant G: "Mobilizing the private sector for responsible innovation in neurotechnology (and beyond)". Nature Biotechnology. 2021.

Abstract

Engels F, Wentland A, Pfotenhauer SM: “Testing future societies? Developing a framework for test beds and living labs as instruments of innovation governance”. Research Policy. 2019; 48(9): 103826.

Abstract

Pfotenhauer SM, Juhl J, Aarden E: "Challenging the ‘deficit model’ of innovation: Framing policy issues under the innovation imperative". Research Policy. 2018.

Abstract

Pfotenhauer SM, Jasanoff S: "Panacea or diagnosis? Imaginaries of innovation and the ‘MIT model’ in three political cultures". Social Studies of Science. 2017; 47(6): 783-810.

Abstract

Bei Änderungs- oder Aktualisierungswünschen wenden Sie sich bitte an Franz Langer.